Die Fränkische Weinkönigin Sabine Ziegler eröffnete die Federweißen-Saison in Würzburg. Zwar wird heuer wegen des Frostes im Mai die Ernte schlechter ausfallen. Doch die Qualität des Traubenmosts ist vielversprechend.

Mit Beginn der Weinlese wurde auch die Federweißen-Saison eröffnet. Der auch als Bremser, Rauscher, Bitzler, oder Sauser bekannte Fränkischer Federweißer ist ein beliebtes Getränk und in diesem Jahr wegen der Frostschäden im Frühjahr sehr rar.

Viele Winzer stellen in diesem Jahr keinen Federweißen her, weil die Frostnächte im Mai zu hohen Ernteeinbußen führten. Bei manchen Winzern verursachten die Frostschäden Ausfälle von bis zu 50 Prozent. Ihre raren Trauben wollen viele daher überwiegend als Qualitätswein ausbauen

Der traditionelle Federweißen ist ein Traubenmost, der aus weißen Rebsorten gepresst wird. Er wird aus der Rebsorte Ortega oder aus der Bacchus und der Müller-Thurgau Rebe gewonnen. Nach kurzer Gärzeit wird er ausgeschenkt, dadurch ist noch viel Kohlensäure im Traubenmostes enthalten und das macht den spritzigen Charakter des Federweißen aus. Dieser schmeckt ähnlich einem süßen Schaumwein.

Der Frühjahrsfrost hatte den Rebstöcken in Franken zwar schwer zugesetzt, aber der Sommer und vor allem der Spätsommer ließen die Trauben gut reifen. So ist es nicht verwunderlich, dass der Zuckergehalt der Trauben ähnlich gut ist wie im Vorjahr. Weinkenner und Weinfreunde können sich jetzt schon die Vorfreude auf einen guten Jahrgang 2011 bei einem Glas fränkischen Federweißen schmackhaft machen.

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